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Energie & Umwelt

Lassen Sie nicht zu, dass Staub Ihre Stromrechnung "frisst"! – Die DIY-Anleitung zur Reinigung Ihrer PV-Anlage

Autor

Martin Weber

Veröffentlicht am 30.10.2025 · Lesezeit 8 Minuten

Reinigung einer PV-Anlage mit Teleskopstange

Abbildung 1: DIY-Reinigung einer PV-Anlage mit wasserführender Teleskopstange – sicher und effektiv

Streikt Ihre PV-Anlage heimlich? Viele Besitzer bemerken spät, dass Staub, Pollen und Vogelkot bis zu 20% ihrer Leistung rauben. Profi-Reinigung kostet viel – doch die DIY-Methode amortisiert sich bereits nach der ersten Anwendung. Hier zeigen wir Ihnen, wie.

Sie haben es richtig gemacht: Sie haben in eine Photovoltaik-Anlage investiert. Sie produzieren Ihren eigenen sauberen Strom, senken Ihre monatlichen Kosten und tun etwas Gutes für die Umwelt. Eine kluge Investition, auf die man stolz sein kann.

Aber haben Sie Ihre Erträge in letzter Zeit überprüft? Viele Anlagenbesitzer bemerken nach einigen Jahren einen schleichenden Leistungsabfall. Der Grund ist oft kein technischer Defekt, sondern ein stiller "Effizienz-Killer", der sich langsam auf Ihre teuren Module legt: Eine hartnäckige Schicht aus Blütenpollen, Feinstaub, Wüstenstaub und Vogelkot.

Experten sind sich einig: Je nach Standort und Neigungswinkel kann eine mittelstark verschmutzte PV-Anlage bis zu 15% oder sogar 20% ihrer Leistung verlieren. Dieses Geld – Ihre Einspeisevergütung oder Ihre Ersparnis – ist einfach weg. Sie stehen nun vor der Wahl: Eine teure Profi-Reinigung beauftragen oder es selbst in die Hand nehmen.

Wir rechnen Ihnen heute vor, warum die DIY-Methode nicht nur Geld spart, sondern warum sich die Anschaffung des richtigen Werkzeugs buchstäblich nach der allerersten Anwendung bezahlt macht (amortisiert).

Die Kostenanalyse: Profi-Reinigung vs. DIY-Investition

A. Was kostet eine professionelle PV-Reinigung?

Natürlich können Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Diese Firmen arbeiten schnell und professionell. Aber dieser Service hat seinen Preis.

Der Marktpreis: Die Kosten für professionelle PV-Reinigung in Deutschland liegen typischerweise zwischen 0,50 € und 2,00 € pro Quadratmeter. Der genaue Preis hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anlagengröße: Größere Projekte haben oft niedrigere Preise pro m²
  • Verschmutzungsgrad: Stark verschmutzte Module erfordern mehr Zeit und spezielle Reinigungsmittel
  • Reinigungsmethode: Einfache Wasser-Bürsten-Reinigung ist günstiger als Spezialreiniger oder Hochdruckverfahren
  • Standort und Zugänglichkeit: Schwer erreichbare Dächer erhöhen die Kosten

Eine Beispielrechnung: Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Deutschland hat eine PV-Anlage von ca. 40-50 Quadratmetern.

50 m² x 1,25 €/m² (als Mittelwert) = 62,50 €

(Kosten für EINE Profi-Reinigung – jährlich fällig)

Hinweis: Bei kleinen Privatanlagen können die Kosten höher liegen (bis zu 2,00 €/m²), bei großen Anlagen niedriger (ab 0,50 €/m²)

Dies sind durchschnittlich 60-100 €, die mindestens einmal pro Jahr fällig werden. In staubigen Regionen oder bei starker Verschmutzung kann eine häufigere Reinigung notwendig sein.

B. Die einmalige DIY-Investition

Die Alternative ist, die Reinigung selbst durchzuführen. Aber bitte nicht mit dem Hochdruckreiniger oder einem kratzigen Besen! Sie benötigen ein Werkzeug, das speziell dafür gemacht ist: eine wasserführende Teleskopstange mit weichen Borsten.

Die Investition: Ein hochwertiges Set, wie beispielsweise eine 6,2 Meter lange Teleskopstange mit Wasseranschluss und passendem Bürstenkopf, kostet etwa 149,00 €.

Die Eigenschaften: Die Stange ist lang genug, um sicher vom Boden oder einem Dachfenster aus zu arbeiten. Der Gartenschlauch wird direkt angeschlossen, und die weichen Borsten sind so konzipiert, dass sie die empfindliche Oberfläche der Module nicht zerkratzen, aber den Schmutz effektiv lösen.

Kostenvergleich Profi vs. DIY PV-Reinigung

Abbildung 2: Vergleich der Kosten – Profi-Service (jährlich) vs. einmalige DIY-Investition

Die Amortisations-Rechnung: Einmal putzen, sofort im Plus

Stellen wir die Zahlen direkt gegenüber:

  • Kosten für EINE Profi-Reinigung (jährlich): 60-100 € (Durchschnitt ca. 80 €)
  • Kosten für das DIY-Werkzeug (einmalig): 149,00 €

Das Ergebnis: Die Investition in das eigene Werkzeug amortisiert sich bereits nach der ZWEITEN Reinigung vollständig!

Rechnung: Nach 2 Jahren hätten Sie 160 € für Profi-Reinigungen ausgegeben, während das DIY-Werkzeug nur 149 € kostet. Ab dem dritten Jahr sparen Sie jährlich 60-100 € ein. Über 10 Jahre gerechnet sparen Sie 600-1.000 € an Wartungskosten – und holen sich gleichzeitig die verlorenen 15-20% Ihrer Stromproduktion zurück.

Kurze DIY-Anleitung: Sicher und effektiv selbst reinigen

Sicherheit (Sicherheit geht vor!)

Reinigen Sie niemals direkt auf dem nassen Dach stehend. Arbeiten Sie von einem sicheren Stand auf dem Boden, einer flachen Dachgaube oder von einem Dachfenster aus. Wählen Sie einen bewölkten Tag (nicht bei praller Sonne), damit das Wasser nicht zu schnell trocknet und Flecken bildet.

Vorbereitung

Montieren Sie die Teleskopstange und schließen Sie Ihren Gartenschlauch an.

Reinigung

Beginnen Sie oben (von oben nach unten) und arbeiten Sie sich nach unten vor. Lassen Sie das Wasser fließen und lösen Sie den Schmutz mit der weichen Bürste durch sanften Druck. Der Wasserfluss spült den gelösten Schmutz direkt ab.

Nachspülen

(Optional, aber empfohlen) Wenn möglich, spülen Sie am Ende noch einmal mit kalkarmem Wasser (z.B. Regenwasser aus der Tonne) nach, um Kalkflecken zu minimieren.

Fazit: Holen Sie sich Ihre volle Leistung zurück

Lassen Sie nicht länger zu, dass eine vermeidbare Schmutzschicht Ihre Stromrechnung "frisst" oder Ihre Einspeisevergütung mindert. Statt jedes Jahr teure Rechnungen zu bezahlen, ist die einmalige Investition in eine wasserführende Teleskopstange die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung, die Sie als Anlagenbesitzer treffen können.

Zusammengefasst:

Jedes Jahr verlieren verschmutzte PV-Anlagen bis zu 20% ihrer Leistung. Profi-Reinigungen kosten 150 € jährlich – ein DIY-Set (149 €) spart Ihnen ab dem ersten Tag Geld und sichert die volle Stromproduktion. Es ist keine Frage der Mühe, sondern der einfachen Rechnung.

Diskussionsbereich

Reinigen Sie Ihre PV-Anlage selbst oder beauftragen Sie Profis? Hatten Sie Erfahrungen mit Leistungseinbußen durch Schmutz? Teilen Sie Ihre Tipps!

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